Organspende

1963 – Nicht nur eine Zahl

Am 11. Juni 1963 wurde mit der ersten Lungentransplantation der Grundstein für die moderne Lungentransplantationsmedizin gelegt. Der Amerikaner James D. Hardy transplantierte genau vor 59 Jahren erstmalig einem Patienten einen Lungenflügel. Der Patient verstarb allerdings nach einigen Wochen.

 

Trotzdem führte Emil Sebastian Bücherl vier Jahre später auch in Deutschland die erste Lungentransplantation durch. Es dauerte allerdings bis in die 1980er Jahre, dass das Verfahren, dank medizinischer und wissenschaftlicher Fortschritte und schließlich auch durch die Einführung von Immunsuppressiva zu einer wichtigen Behandlungsmöglichkeit für Patientinnen und Patienten mit Lungenerkrankungen im Endstadium wurde. Durch die Immunsuppressiva wird eine Abstoßung des fremden Organs verhindert und damit wurde der Prozess der Organtransplantation revolutioniert.

 

Mittlerweile sind Lungentransplantationen in der Medizin etabliert, für viele Patientinnen und Patienten mit einer unheilbaren Lungenerkrankung ist eine Transplantation oft auch die einzige Chance auf ein Überleben.

 

Welche Aufgaben die Lunge im menschlichen Körper übernimmt und weshalb uns ohne sie die Luft zum Atmen fehlt, erfahren Sie hier in unserem Beitrag „Lungenfakten“.

Im Interview berichtet Lebesritterin Tina Wacker darüber, wie sie dank Lungentransplantation neue Lebensenergie erhielt.