Menschen

Karl-Heinz Bute im #StayAtHome-Interview

Karl-Heinz Bute lebt in Verl, einer kleinen Stadt in Ostwestfalen. Hier interviewten die Lebensritter ihn vor einiger Zeit zusammen mit seinem Leidensgenossen Dirk Gerdau. Die beiden Männer lernten sich im Wartezimmer ihres Arztes kennen und wurden mit der Zeit enge Freunde.  

 

Hier geht’s zum schriftlichen Interview „Die Verler Herzbuben – zwei Männer, ein Schicksal“ und hier zum Videointerview.

Nach seiner Herztransplantation arbeitete Karl-Heinz Bute weiterhin, nebenbei, als Physik- und Mathe-Lehrer. 

Nun gewährt er einen Einblick in seinen aktuellen Alltag … 

Liebe Lebensritter, 

 
als Rentner ist das Leben in einer Kleinstadt mit 25.000 Einwohnern ohnehin schon recht beschaulich. Jetzt mit konsequenter Kontaktsperre allerdings äußerst ruhig. Mit den Schulschließungen sind meine letzten freiberuflichen Tätigkeiten weggefallen, als Angehöriger der Hochrisikogruppe nach HTX wahrscheinlich sogar endgültig. 

 

Meine Enkel sehe ich nur noch über Skype, meine Töchter, Nachbarn und Freunde nur noch auf der Terrasse  Mindestabstand 2 Meter halt. 

 
Den Tagesablauf bestimmt jetzt sehr viel Müßiggang und das, was sie alle machen: Gesellschaftsspiele, Aufräumen, Kochen (jetzt auch mal etwas aufwendiger), Fernsehen und vor allem viel Basteln. 

 
Die Einhaltung der Hygieneregeln ist nach meiner OP eh normaler Bestandteil des täglichen Lebens, neu sind nur die Masken. Das HDZ Oeynhausen hat einen Rundbrief geschickt mit besonderen Verhaltensregeln und weiterführenden Links. 
 

Arztbesuche sind auf das Minimum reduziert, mein Hausarzt bestellt mich zur Blutabnahme vor Praxisöffnung ein und ist im Bedarfsfall per Videokonferenz erreichbar. Medikamente werden von meiner Stammapotheke ins Haus geliefert, nachdem sie das Rezept vom Arzt abgeholt haben. 

 
Den normalen Einkauf übernehmen Nachbarn und Verwandte, mein Schwager liefert samstags sogar Brötchen. So verlasse ich das Haus nur noch zum Spazierengehen, ziellos höchstens mal zum Postkasten oder zum Geldautomaten. 
 

Es funktioniert also alles reibungslos und hygienisch, aber eben auch kontaktlos, leider. 
 

Meine Botschaft: Gehirn einschalten zum Selbstschutz und die gesetzten Regeln einhalten. Denn, wie so oft, akzeptieren hilft! 
 
Kopf hoch und durch, bleibt keimfrei. 

Karl-Heinz

Karl-Heinz Bute meldet sich bei den Lebensrittern von zu Hause.

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