Menschen

Joel Dahm im #StayAtHome-Interview

Eines der ersten Lebensritter-Interviews führten wir 2016 mit dem damals 13-jährigen Joel Dahm und seiner Mutter Petra. Hier gehts zum schriftlichen Interview: „Sie gehört zu mir!“

Als Baby, im Alter von 4 Monaten, erhielt Joel eine neue Leber. Auf die Frage, warum Organspende wichtig ist, antwortete er ganz selbstverständlich: „Na, weil es kranke Kinder gibt!“

 

Seine Freizeit verbrachte er mit Freunden und mit Hobbies wie dem Fotografieren. Außerdem trat er als Sänger mit der Band „Suppi Huhn und die Kinderkönige“, einem Kindermusikprojekt, auf.

 

Seine Mutter Petra erzählte von ihrem Engagement im Verein Lebertransplantierte Deutschland e. V. und wie sie hierüber versuchte, anderen Eltern lebertransplantierter Säuglinge und Kleinkinder eine mentale Stütze zu sein.

 

Wie geht es Joel und seiner Mutter Petra in der aktuellen Corona-Situation?

Joel Dahm beim Interview mit den Lebensrittern 2016.
Joel Dahm beim Interview mit den Lebensrittern 2016.

Lebensritter: Wie hat sich Dein bzw. Euer Alltag durch die jetzige Situation verändert, womit vertreibt Du Dir die Zeit am liebsten?


Joel Dahm: Es gibt leider einfach keinen Alltag. Bevor ich meine Aufgaben für die Schule erledige, bleibe ich lange im Bett und schlafe erst einmal aus. Ansonsten sitze ich oft vor meinen Computer sowie am Abend vor dem Fernseher. 

 

Lebensritter: Habt Ihr Euch wegen des Coronavirus ärztlich beraten lassen und welche Verhaltensregeln oder Tipps habt Ihr erhalten?


Petra Dahm: Ja, wir haben uns Informationen beim Verein sowie beim Kinderarzt eingeholt. Es wurde uns gesagt, welche Masken am besten sind und dass Joel nicht in die Schule gehen darf – was ihm sehr schwerfällt, da er seine Schule sehr gerne besucht. Des Weiteren darf er derzeit nicht mit zum Einkaufen. Am späten Abend geht er mal eine Runde spazieren, in den nahegelegenen Park, wo niemand ist.  

 

Lebensritter: Kannst Du Arztbesuche erledigen? Wer besorgt Rezepte beim Arzt und geht zur Apotheke?


Joel Dahm: Die Apotheke liefert die Medikamente nach Hause.


Petra Dahm: Zur Blutabnahme geht er früh morgens und kommt sofort dran, damit er niemandem begegnet.

 

Lebensritter: Wie ist der Schulunterricht von zu Hause aus? Und wie sieht es mit dem Homeoffice aus?

 

Petra Dahm: Joel macht seine Aufgaben, die er von der Schule erhält, in seinem Zimmer und schickt diese digital an seine Lehrer.


Joel Dahm: Meine Mutter arbeitet seit Jahren von zu Hause aus. Somit hat sich da nichts für uns verändert.


Lebensritter: Welche Botschaft möchtet Du anderen in der gleichen Situation, oder auch generell den Menschen gerne mitteilen?


Joel Dahm: Bleibt stark, gesund und haltet durch. Ihr seid alle nicht alleine.

Sind Sie auch ein Lebensritter und haben eine Geschichte zum Thema Organspende zu erzählen?


Kontaktieren Sie uns entweder direkt unter kontakt@lebensritter.de oder verfassen Sie hier Ihre Nachricht an uns.

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