Organspende

Herztransplantation Längere Transportzeiten möglich

Bei einer Organspende zählt jede Sekunde. Von der Entnahme bis zur Transplantation dürfen nur wenige Stunden vergehen, bei einem Herz sind es maximal vier Stunden. Denn in dieser Zeit wird das Organ nicht durchblutet und könnte Schaden nehmen, was den Erfolg der lebenswichtigen Herztransplantation gefährden würde.
 
Der Faktor Zeit schränkt jedoch auch den Kreis der potenziellen Organempfänger deutlich ein. So spielt die räumliche Distanz bei der Wahl des Empfängers eine große Rolle.
 
Dank eines neuartigen, in Schweden entwickelten Systems könnte sich dies bald ändern. Das entnommene Organ wird während des gesamten Transports an eine Kreislaufpumpe angeschlossen und mit einer neu entwickelten Nähr- und Konservierungslösung durchspült. In der sogenannten „XVIVO Heart Box“ können die Herzmuskelzellen durchgehend mit Sauerstoff versorgt werden.
 
Das Gerät kommt seit Kurzem im Rahmen einer internationalen Zulassungsstudie am Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) zum Einsatz. Als erste Klinik in Deutschland arbeitet das DHZB mit dem fortschrittlichen System – und das bislang sehr erfolgreich: Der erste Patient, dessen Spenderherz auf diese Weise transportiert wurde, erholte sich sehr gut. Sein Herz wies nach der Transplantation eine ausgezeichnete Funktionsfähigkeit auf.
 
Das System scheint vielsprechend und könnte in der Transplantationsmedizin einiges verändern. Nähere Informationen sind auf den Seiten des Deutschen Herzzentrums Berlin zu finden.

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