Menschen

Sven Krechting im #StayAtHome-Interview

Sven Krechting erhielt kurz nach seiner Geburt ein Spenderherz, welches ihn mehr als 20 Jahre durchs Leben begleitete. Dann benötigte er neues Herz.  

 

Wir trafen ihn damals im Krankenhaus, als er noch auf ein Spenderorgan wartete.

 

Hier geht’s zum Video-Interview mit Sven Krechting. 

 

Kurz nach unserem Gespräch hatte das Warten endlich Ende.

 

Wie es ihm heute in der aktuellen Situation geht, wie er sich als Risikopatient vor dem Coronavirus schützt und womit er seine Zeit verbringt, erzählt er im #StayAtHome-Interview.

Lebensritter: Wie hat sich Dein Alltag durch die jetzige Situation verändert, womit vertreibst Du Dir die Zeit am liebsten? 


Sven Krechting: Ich bin eigentlich nur noch zuhause, was mich ziemlich stört. Ich fahre zur Dialyse und wieder zurück. Ich bin gerne viel unterwegs und draußen – ob es arbeiten ist oder mit Freunden. Momentan sind Netflix und die PlayStation meine besten Freunde. 


Lebensritter: Hast Du Dich wegen des Coronavirus ärztlich beraten lassen und welche Verhaltensregeln oder Tipps hast Du erhalten? 


Sven Krechting: Ich habe von meinem Herzzentrum einen Brief bekommen, wo alles genau beschrieben ist. Zusätzlich riefen sie mich an, um sich zu erkundigen, wie es mir geht.  


Lebensritter: Kannst Du einkaufen oder spazieren gehen oder Arztbesuche erledigen? 


Sven Krechting: Meine Eltern oder auch Freunde gehen für mich einkaufen und denen bin ich
sehr dankbar. Ich meide jedes Einkaufszentrum. Nach 21 Tagen fiel mir dann aber auch die Decke auf den Kopf und ich bin abends mal eine Runde um den Block gelaufen. Außer zwei Mal die Woche zur Dialyse gehe ich in keine Praxis.

Sven Krechting bei der Dialyse.
Sven Krechting bei der Dialyse.

Lebensritter: Falls Du momentan zuhause bleiben musst, wer erledigt Deine Einkäufe oder besorgt Rezepte beim Arzt und geht für Dich zur Apotheke? 


Sven Krechting: Einkäufe erledigen meine Eltern oder Freunde. Wenn ich Rezepte benötige, brauche ich nur bei meiner Hausärztin anrufen und dort bestellen, was ich brauche. Das Rezept wird von meiner Apotheke abgeholt und die Medikamente werden mir nach Hause gebracht.  


Lebensritter: Welche Botschaft möchtest Du anderen in der gleichen Situation, oder auch generell den Menschen gerne mitteilen? 


Sven Krechting: Riskiert Eure Gesundheit nicht, lasst andere für Euch einkaufen. Aber wenn Euch nach spazieren ist, geht an die frische Luft, in den Wald oder an den See. Das tut Euch und Eurem Immunsystem gut.  


An nicht betroffene Personen, die sich über uns lustig machen: Packt Euch an Eure Nase und seid froh, dass Ihr gesund seid. Hofft, dass es Euch nicht einmal so hart treffen wird.

Du lebst mit einem Spenderorgan? Wie hat sich Dein Leben und Dein Alltag durch das Coronavirus verändert?


Du möchtest Deine Geschichte mit uns teilen? Dann schreib uns eine Nachricht an kontakt@lebensritter.de

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